6 Prinzipien des guten Spieles im Escape Room

    Ihr könnt natürlich sagen, ihr gemeinsamer Spaß ist von vielen Elementen abhängig, auf denen ihr keinen Einfluss haben: Raumqualität, Bedienung, Rätselstufe usw. Und ihr hättet Recht. Aber darüber schreiben wir hier nicht – diese Aspekte erwähnen wir, wenn wir Feedback an den Raumbesitzer schreiben :) Was kann man aber für SICH SELBST machen, um Spaß zu haben? Ohne es zu verlängern – unten gibt es die Liste von Sachen, die euer Spiel richtig angenehm machen.

    1. Folgt alle Regeln

    Vor dem Eintritt bekommt ihr von der Raumbedienung irgendwelche Regeln – versucht sie in euren Köpfen zu behalten und zu berücksichtigen. Na gut – wenn ihr ein paar Seiten der Spielordnung zu lesen habt, hat schon die Firma ein großes Minus, aber die sogenannten Haupt- oder Basisregeln sind ganz relevant. Es gibt so viele Methoden zur Spielzerstörung auf eigenen Wunsch, dass es schwer ist, alle davon aufzulisten. Da haben wir aber ein paar Beispiele aus unseren Gesprächen mit den Raumbesitzern erwähnt:

    • Statt Rätsel zu lösen, könnt ihr Geheimfächer, Vorhängeschlösser oder Türen aufsprengen. So könnt ihr sogar den Raum in ein paar Minuten verlassen und…Genau, und was? Bezahlen für etwas, was ihr nicht gemacht habt? :) Auch wenn ihr manche Rätsel aus dem Szenario bewusst vermeidet, zerstört das euer Spiel.
    • Statt die Bedienung zu hören, wenn sie sagt, dass der Schrank am Spiel nicht teilnimmt, könnt ihr nach Rätseln in oder auf dem Schrank suchen. Oder den Gipfel des Gitters besteigen, obwohl die Bedienung eindeutig sagt, dass ihr es nicht machen sollt. Vielleicht passiert dabei gar nichts. Aber was denn, wenn jemand von euch aus dem Gitter fällt und die beiden Beinen bricht? Das wäre der schnellste Weg zum zerstörten Spiel.
    • Ihr könntet endlich unter dem Alkoholeinfluss spielen. Vor dem Spiel Drohen nehmen. Oder einfach den schrecklichsten Kater in euren Leben haben. Es gibt eine gewisse Chance, dass die Bedienung euch ins Zimmer hineinlässt. Aber wozu denn? Nach einem kleinen Bier entkräftet sich nur die Perzeption in den Räumen, aber nach vielen Drinks endet sich das Spiel auf dem ersten Vorhängeschloss. Glaubt uns, wir haben das persönlich geprüft. Zeit- und Geldverlust. :)

    2. Spielt!

    Okay, der Untertitel hat am häufigsten die Aufgabe, auf den Text aufmerksam zu machen. Andererseits weiß ich nicht, wie ich das anders formulieren kann. Beachtet, dass der Raumbesuch Spaß macht. Was bedeutet das überhaupt?

    Vor allem – das ist kein Wettkampf. Manche Firmen ermuntern die Spieler zum Kampf um Ergebnisse und Rekorde auf der Ergebnisliste. Lasst euch daran nicht gewöhnen! Der Konflikt während des Spieles ist die schlechteste Sache, die in der Gruppe entstehen kann. Es ist ausreichend, wenn nur eine Person sich nervt, um die gute Atmosphäre zu zerstören, weil sie den anderen vorwerfen kann, dass sie ein Fehler begangen haben oder dass sie keinen Tipp nehmen sollen, weil das die Position auf der Rangliste beeinflusst. Macht euch fertig und habt einfach Spaß! Wenn ihr aber echt Rekorde brechen möchtet, sollt ihr ruhig und geduldig sein – sie kommen im Laufe der Erfahrungen.

    Wenn jemand sich über die anderen Gruppenmitglieder ärgert, bildet das die nächste Einschränkung – das habe ich schon genannt. In den (vor allem ersten) Räumen kann jeder Fehler begehen. Statt euch zu ärgern, durchsucht alle Geheimfächer zweimal oder prüft alle Vorhängeschlösser noch einmal. Ohne Zusammenarbeit geht einfach nichts :).

    3. Habt Spaß ZUSAMMEN!

    Vielleicht kling das ein bisschen banal. Wenn es aber um das Einsperren in einem Raum für eine Stunde Zeit geht, wird alles wesentlich. Nur eine einzelne Person, in deren Kreis ihr euch nicht gut fühlt, kann ausreichend sein, um die gute Atmosphäre zu verhindern. Das Lösen von Rätseln kann damit eine große Herausforderung sein – zahlreiche Streite sind dann nicht zu vermeiden. Obwohl es brutal ist, wäre es für euch und euer Spiel viel besser, solche Person zum Rätselraum einfach nicht einladen. Das Team, in dem seine Mitglieder zusammenarbeiten können, ist der beste Weg zum Erfolg :).

    4. Spielt am richtigen Ort

    Die Wahl des guten Raumes ist sehr wichtig. Man kann sagen, viel wichtiger als die Wahl der Teammitglieder. Zum Glück ist die Escape-Rooms-Szene sehr reich an verschiedenen Räumen aus unterschiedlichen Kategorien. Worauf soll man achten?

    • Vor allem die Raumthematik spielt dabei die bedeutende Rolle. Die Marktprofessionalisierung ist zum Punkt gekommen, in dem die Erfahrung stark mit den Emotionen beim Raumbesuch verbunden sind: es geht um das Klima, die Fabel oder Ausstattung. Und das alles wird von der Thematik diktiert. Wenn ihr keine Angst haben mögt – geht in den Horrorraum nicht. Wenn ihr keine Kriminalgeschichten mögt – geht in den kriminellen Raum nicht. Und so weiter.
    • Schwierigkeitsgrad. Wir wissen, dass ihr ehrgeizig seid und jegliche Herausforderungen mögt, aber wenn ihr noch keinen Raum besucht habt, wählt ein leichtes Zimmer für Anfänger. Die schwierigeren Räumen sind für Gruppen, die gewisse Erfahrungen haben und wissen, wie die Mechanismen in Räumen aussehen. Es gibt dann keine Zeit, um zu denken, „wie das zum Teufel funktioniert“. Nach einigen Räumen werdet ihr lernen, dass das richtig erlebte Abenteuer stark mit den Erfahrungen verbunden ist.
    • Zusätzliche Einschränkungen. Wenn ihr eine körperlich behinderte Person in der Gruppe habt, müsst ihr unbedingt sichergehen, ob der Raum für Behinderte geeignet ist. Wenn jemand ein Epileptiker ist, müsst ihr sicher sein, ob der Raum Epileptikern (un)geeignet ist. Altersbegrenzung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Raumwahl – wenn ein Raum als 18+ beschrieben wird, können Jugendliche und Kinder nicht eintreten. Man soll sich nicht frustrieren :).
    • Bewertungen. LockMe wurde dazu gegründet, damit es möglich wäre, schnell zu überprüfen, was die anderen über den Raum meinen. Es lohnt sich also, ein bisschen zu lesen :).

    5. Tipps sind für alle da!

    Wir bekommen immer mehr Informationen von Raumbesitzern über Gruppen, die keine Tipps bekommen wollen – auch wenn ihr 30 Minuten einen Rätsel löst und keine Idee habt, und dann aus dem Raum unzufrieden hinausgeht. Aber Tipps wurden dazu gegründet, um das Sammeln von Erfahrungen angenehm zu machen, und auf keinen Fall frustrierend! Obwohl ich auf meinem Konto 295 Rätselräume habe, nehmen wir (ich und mein Team) ebenfalls Tipps, ca. 40%. Und wir fühlen uns damit nicht schlechter. Das ist doch das Element des Spieles!

    6. Lese Kommentare unter diesem Text

    Wenn ihr Ratschläge habt, die noch nicht erwähnt wurden – schreibt sie einfach. Wir alle wollen Spaß haben – deswegen sollen wir uns miteinander helfen :)

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